NARDI Gartenmöbel

Auf der Terrasse eines Hotels im Vinschgau steht ein Stuhl und hört zu. Er hört das Klirren der Gläser, das Lachen der Gäste, das gedämpfte Raunen von Deals, die irgendwo zwischen Antipasti und Espresso beschlossen werden. Er heißt Net, oder Bit, oder Trill – ein Kind der italienischen Firma Nardi, geboren in Chiampo, Vicenza, aus geschmolzenem PolypropylenPolypropylen gilt im direkten Vergleich meist als stabi... More und einer ziemlich klaren Idee davon, was Draußen bedeutet.
Nardi beginnt 1990, in einer Zeit, in der Outdoor-Möbel noch die graue Komparsenrolle spielen. Plastik ist damals das Zeug, das bleicht, knarzt, irgendwann bricht. In Chiampo schicken sie dieses Image in Rente. Sie verschmelzen Harz, Design und den Ehrgeiz, das italienische Lebensgefühl stapelbar zu machen. Der Stuhl auf der Hotellerie-Terrasse trägt diesen Ehrgeiz in jeder Faser: glasfaserverstärkt, UV-beständig, recycelbar – gebaut, um Saison für Saison Geschichten zu sammeln, nicht um im ersten Hochsommer müde zu werden.
Für die Gastro im deutschsprachigen Europa ist Nardi so etwas wie der leise Regisseur im Hintergrund. Während Servicekräfte rennen, Küchen brummen und Reservierungs-Apps piepen, halten Nardi-Stühle und -Tische einfach aus – Regen, Rotwein, Sonnencreme, Kinderfüße, die klatschnass aus dem Pool kommen. Sie verschwinden übereinandergestapelt in der Ecke, wenn der Winter kommt, und tauchen im Frühling wieder auf, als wäre nichts gewesen. Form bleibt Form, Farbe bleibt Farbe.
Das Unternehmen selbst bleibt fest in Familienhand: Giampietro Nardi, Maria Grazia Mecenero, die Töchter Floriana und Anna – ein Clan, der Outdoor-Möbel nicht als Produkt, sondern als Bühne versteht. „Made in Italy“ ist hier keine Marketingfloskel, sondern Geografie: Alle Werke stehen in Chiampo, die Wertschöpfung bleibt vor Ort, das Material wandert, die Möbel reisen – von privaten Gärten bis zu Hotelterrassen in München, Wien oder Zürich.
Und irgendwo zwischen Frühstücksbuffet und letzter Runde an der Bar passiert dann das, worauf Nardi eigentlich zielt: Menschen vergessen den Stuhl. Sie sitzen einfach. Sie reden länger, bleiben doch noch auf einen Espresso, bestellen ungeplant eine Flasche Wein. Das wahre Produkt der Italiener ist nicht PolypropylenPolypropylen gilt im direkten Vergleich meist als stabi... More, sondern Aufenthaltsqualität unter freiem Himmel – in der Gastro, im Hotel, überall dort, wo draußen plötzlich wie ein gut erzählter Abend fühlt.