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Dr. Christoph Hantermann

SCAB Design: Ein Stuhl für die Ewigkeit – Die Geschichte einer italienischen Möbellegende aus Brescia, die seit 1957 Design, Handwerk und Nachhaltigkeit vereint

OLA Stapelsessel von SCAB aus orangem Polypropylen mit Aluminiumbeinen, moderner Design-Armlehnstuhl für Restaurant, Café und Bistro, wetterfest und stapelbar für die Gastronomie.

Es war ein ganz gewöhnlicher Morgen im Jahr 1957, irgendwo in der Lombardei. Die Sonne stand noch schräg über den Weinbergen der Provinz Brescia, als ein Mann seine erste Werkstatt in Coccaglio aufschloss und das Licht anknipste. Sein Name war Francesco Battaglia. Was er damals noch nicht ahnte: Dieser Morgen war nicht der Beginn eines Möbelbetriebs. Es war der erste Akt einer Legende.


Ein Land im Aufbruch – und ein Mann mit einer Idee

Italien, Ende der Fünfzigerjahre. Das Land riecht nach Wiederaufbau, nach frischer Farbe und Aufbruch. Das Wirtschaftswunder, das Miracolo Economico, beschleunigt den Alltag der Menschen. Junge Familien ziehen in neue Wohnungen. Zum ersten Mal haben Millionen Italiener das Gefühl: Jetzt können wir uns einrichten. Richtig einrichten. Ein Wohnzimmer mit richtigen Möbeln, eine Küche mit Stil, ein Stuhl, der nicht nur steht, sondern auch etwas aussagt.

In dieses Italien der Träume tritt Francesco Battaglia mit einer schlichten, aber klugen Überzeugung: Möbel sind nicht nur Gebrauchsgegenstände. Sie sind die materialisierte Form des Wohlbefindens. Er gründet sein Unternehmen – und gibt ihm einen Namen, der gleichzeitig Programm ist: S- CAB, das Akronym für Sedute e Complementi d’Arredo Battaglia – zu Deutsch: Sitzgelegenheiten und Einrichtungsergänzungen Battaglia.

Der Name klingt nüchtern, fast bürokratisch. Aber hinter diesen Wörtern verbirgt sich eine Philosophie, die das Unternehmen in den kommenden Jahrzehnten prägen wird: der Stuhl als Mittelpunkt des Lebens. Denn der Stuhl ist das demokratischste Möbelstück überhaupt – er gehört dem Arbeiter genauso wie dem Professor, dem Kind genauso wie der Großmutter, dem Gast genauso wie dem Gastgeber.


Der Kunststoff und die Kühnheit der 1960er Jahre

In den Sechzigerjahren passiert etwas Merkwürdiges mit der Welt der Möbel. Ein neues Material betritt die Bühne – laut, bunt, kühn und schamlos modern: der Kunststoff. Während Traditionalisten die Nase rümpfen, wittern Visionäre eine Chance.

Francesco Battaglia gehört zu den Visionären. S- CAB konzentriert seine Produktion zunehmend auf Sitzmöbel und macht sich die Verarbeitung von Kunststoff zur Kernkompetenz. Was anderen wie ein Material zweiter Klasse erscheint, entpuppt sich als Schlüssel zur Demokratisierung des guten Geschmacks: Kunststoff ist leicht, stapelbar, witterungsbeständig, pflegeleicht – und er erlaubt Formen, die Holz oder Metall niemals zulassen würden.

Bald entstehen in Coccaglio die ersten Stühle aus Polycarbonat und Polypropylen. Nicht billige Massenware, sondern durchdachte Konstruktionen, die Komfort und Ästhetik vereinen. Das Geheimnis? S- CAB arbeitet ausschließlich mit Technopolymer der Spitzenklasse – zertifiziert als Makrolon vom Chemiegiganten Covestro (vormals Bayer), ein Standard, der Widerstandsfähigkeit und Qualität auf höchstem Niveau garantiert.

Drei Produktionshallen entstehen in dieser Ära, ausgestattet mit dreißig automatisierten Pressen. Alle Produkte aus Polycarbonat, Polypropylen und Polymeren werden intern gefertigt – kein Outsourcing, keine Kompromisse.


Drei Generationen, eine Seele

Familienunternehmen haben eine eigene Energie. Sie atmen anders als Konzerne. In ihnen steckt nicht nur Kapital, sondern auch Geschichte – Väter und Töchter, die sich an Prototypen die Hände schmutzig machen, Meinungsverschiedenheiten am Abendtisch, gemeinsame Stolzmomente auf Designmessen.

Bei S- CAB ist das nicht anders. Das Unternehmen hat sich in der Zeit seiner Existenz in drei Generationen entwickelt und trägt heute das Erbe von Francesco Battaglia weiter – durch seine Töchter Luisa und Francesca sowie den Neffen Adelchi Battaglia.

Luisa Battaglia verdient dabei besondere Erwähnung. Sie ist nicht nur Erbin des Unternehmens, sondern selbst Designerin und kreativer Kopf von S- CAB. Ihr Einfluss auf die Markenidentität ist tiefgreifend: Sie hat nicht nur eigene Produktlinien entworfen – darunter der ikonische Igloo-Stuhl aus klarem Polycarbonat – sondern koordiniert auch das internationale Designernetzwerk des Unternehmens, leitet Projekte vom ersten Entwurf bis zur Kommunikationsstrategie.

Das ist der Kern der Stärke von S- CAB: Ein Familienunternehmen, das es geschafft hat, das Beste beider Welten zu vereinen – die Leidenschaft und Kontinuität einer Familiendynastie mit der professionellen Qualität eines global agierenden Markenherstellers.


Lisa, Si-Si und der Igloo: Wenn ein Stuhl zur Ikone wird

Manchmal entscheidet ein einziges Produkt über das Schicksal einer Marke. Bei S- CAB sind es gleich mehrere.

Da ist zunächst die Lisa-Kollektion – vielleicht die berühmteste Schöpfung des Unternehmens. Inspiriert von der Designsprache der 1950er und 1960er Jahre, trägt sie die Nostalgie jener Epoche in sich, ohne altmodisch zu wirken. Zarte Rohrgestelle umschlingen die Rückenlehne, hochwertige Materialien machen sie perfekt für den Einsatz in Contract-Bereichen und eleganten Wohnräumen. Im Pariser Café Jaques, entworfen nach einem Konzept, das sich auf Jean Nouvel bezieht, leuchten Lisa-Stühle mit Lederpolstern und Messinggestellen – eine Komposition, die Licht einzufangen scheint.

Dann ist da die Si-Si – ein Stuhl, der das Paradox von Innen und Außen aufhebt. Er interpretiert die empfindliche Balance zwischen Wohnraum und Terrasse, zwischen Gastgeber und Garten, zwischen Komfort und Witterungsbeständigkeit.

Und schließlich der Igloo – vollständig aus transparentem Polycarbonat gefertigt, ein Objekt, das fast unsichtbar ist und doch sofort auffällt. Der Igloo wirft keinen Schatten, er wirft Licht zurück. Er ist der philosophische Höhepunkt von Battaglias Idee, dass ein Stuhl mehr sein kann als ein Stuhl.

All diese Produkte tragen das Gütezeichen CATAS-Zertifizierung: Das renommierte italienische Prüflabor CATAS hat die Produkte auf Widerstandsfähigkeit und Eignung für öffentliche Räume geprüft und zertifiziert – eine Qualitätssicherung, die in der Gastronomie, im Hotellerie- und Vertragsbereich unerlässlich ist.


Das Grüne Kapitel: GO GREEN und die Verantwortung der Gegenwart

Jede Geschichte, die wirklich gut ist, hat einen Wendepunkt. Für S- CAB kommt dieser Wendepunkt nicht als Krise, sondern als Erkenntnis: Die Erde trägt uns. Wir müssen zurückgeben.

Das Ergebnis heißt GO GREEN – eine Produktlinie, die beweist, dass Nachhaltigkeit und Schönheit kein Widerspruch sind. Die Stühle dieser Kollektion bestehen zu 60 Prozent aus zertifiziertem recyceltem Kunststoff – aufbereitet aus Altprodukten und Produktionsabfällen, verarbeitet mit erneuerbarer Energie.

Der Ginevra Go Green Stapelstuhl etwa ist aus glasfaserverstärktem, recyceltem Technopolymer gefertigt. Er trägt die Eleganz geschwungener Linien, lässt sich bis zu sechsmal stapeln – und er trägt dabei das Bewusstsein in sich, dass jeder Stuhl, der aus altem Kunststoff entsteht, ein Stück Müll weniger auf der Welt bedeutet.

Die Lady B Go Green – ein weiteres Highlight der nachhaltigen Linie – verbindet das Versprechen der Ökologie mit der zeitlosen Anmutung des italienischen Designs. S- CAB schreibt dazu selbst: „S- CAB unterstützt die Ökologie und begrenzt Abfall, indem es eine Produktion von Möbeln aus 60% zertifiziertem recyceltem Kunststoff anbietet.“

Das GO-GREEN-Programm ist mehr als eine Marketingidee. Es ist die logische Fortsetzung einer Unternehmensphilosophie, die von Anfang an auf Langlebigkeit und Qualität setzte. Ein S- CAB-Stuhl ist nicht zum Wegwerfen gedacht. Er ist zum Behalten gemacht – und wenn er doch das Ende seiner Lebenszeit erreicht, dann kehrt er in neuem Gewand zurück.


Die Werkshallen: Wenn Fabrik zur Philosophie wird

In Coccaglio, einer kleinen Gemeinde nahe Brescia in der Lombardei, schlägt das Herz von S- CAB. Heute betreibt das Unternehmen vier Produktionseinheiten auf einer Gesamtfläche von 85.000 Quadratmetern – ein Areal, das die vollständige Wertschöpfungskette beherbergt: von der Rohstoffverarbeitung über die Fertigung bis zur Qualitätskontrolle.

Jede der vier Einheiten ist auf ein Material spezialisiert: Kunststoff, Aluminium, Stahl und Textilien. Diese Vielfalt ist kein Zufall. S- CAB hat über die Jahrzehnte seinen Horizont bewusst erweitert – von den ersten Kunststoffstühlen über Metallkonstruktionen bis hin zu gepolsterten Sitzmöbeln mit Stoff- und Lederbezügen. Die wachsende Nachfrage nach individueller Gestaltung im Contract-Bereich – also für Hotels, Restaurants, Bars, öffentliche Räume – hat diesen Wandel angetrieben.

Und alles, was S- CAB verkauft, ist 100% Made in Italy – keine Produktionsverlagerung nach Asien, kein Qualitätsverlust durch Outsourcing. Das ist in Zeiten globalisierter Lieferketten keine Selbstverständlichkeit. Es ist ein Bekenntnis.


Internationale Anerkennung: Der Cavaliere und das Historische Register

Im Jahr 2015 erhält Francesco Battaglia den höchsten unternehmerischen Titel, den der italienische Staat zu vergeben hat: Cavaliere del Lavoro – Ritter der Arbeit. Diese Auszeichnung, die seit 1901 an Unternehmer vergeben wird, die Italien durch ihre Arbeit in besonderer Weise gedient haben, ist keine Kleinigkeit. Sie ist die Anerkennung eines Lebenswerks.

Sieben Jahre später, im Jahr 2022, folgt eine weitere Ehrung: S- CAB wird in das Register der historischen italienischen Marken von nationalem Interesse aufgenommen. Diese Auszeichnung würdigt Unternehmen, die durch Beständigkeit, Qualität und kulturellen Beitrag zur wirtschaftlichen Identität Italiens beigetragen haben.

Zwei Auszeichnungen. Eine Aussage: S- CAB ist nicht nur ein Möbelhersteller. S- CAB ist ein Stück Italien.


Design als Zusammenarbeit: Wenn Künstler und Ingenieure sprechen

S- CAB versteht sich als kreativer Knotenpunkt. Das Unternehmen arbeitet mit einer Vielzahl internationaler Architekten und Designer zusammen – darunter das renommierte Studio Archirivolto Design, 1983 von Marco Pocci und Claudio Dondoli in der Toskana gegründet, das sich auf ergonomische Sitzlösungen für den Indoor- und Outdoor-Bereich spezialisiert hat.

Diese Zusammenarbeit folgt einem klaren Prinzip: Kreativität muss marktfähig sein. Kunst und Abverkauf müssen keine Feinde sein. Die besten Produkte entstehen, wenn ein Künstler träumt und ein Ingenieur fragt: „Und wie machen wir das jetzt?“ Das Ergebnis sind Stühle, Hocker und Tische, die auf dem Salone del Mobile in Mailand auftauchen und die Branche aufhorchen lassen – und die gleichzeitig in einem Restaurant in Wien oder auf der Terrasse eines Hotels in München bequem und alltagstauglich funktionieren.


Was einen Stuhl unsterblich macht

Am Ende ist es eine einfache Frage: Warum überlebt ein Stuhl die Jahrzehnte? Warum steht in manchen Cafés noch immer derselbe Stuhl, den man schon vor zwanzig Jahren dort gesehen hat?

Francesco Battaglia hätte darauf vielleicht geantwortet: weil er gut gemacht ist. Weil man ihn nicht wegwerfen muss. Weil er jeden Tag ein bisschen mehr zu dem Ort gehört, an dem er steht.

Das ist das stille Versprechen von S- CAB – von den ersten Polycarbonatstühlen der sechziger Jahre über die ikonische Lisa-Kollektion, den transparenten Igloo, die grüne GO-GREEN-Linie bis zu den modernen Contract-Lösungen für Hotels und Gastronomiebetriebe weltweit. Nicht laut. Nicht aufdringlich. Aber beständig.

Über sechzig Jahre lang hat S- CAB Stühle gebaut, die bleiben. Vielleicht ist das die einzige Definition von Qualität, die wirklich zählt: Ein Stuhl, der bleibt, weil er es verdient.

Mit über 40 Jahren Erfahrung unterstützt Hantermann – Der Hotelausstatter Hotels und Restaurants dabei durchdachten Möbelkonzepten bis zur kompletten Terrasseneinrichtung. Besuchen Sie unsere Ausstellung und lassen Sie sich persönlich beraten, wie Sie Ihre Terrasse auf das nächste Level heben.

S – CAB – Sedute e Complementi d’Arredo Battaglia – Via G. Monauni 12, 25030 Coccaglio (BS), Italien. Website: www.s-cab.it

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Dr. Christoph Hantermann

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