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Dr. Christoph Hantermann

Das Protokoll der sauberen Oberfläche

Schimmelbefall in der Duschecke mit verschmutzter Ablage aus Edelstahl – typisches Hygieneproblem in Hotelbädern, Restaurant-Sanitärbereichen und Pflegeeinrichtungen

Warum immer mehr Hotels, Gastroküchen und Pflegeeinrichtungen Reinigungschemie durch Trockendampf ersetzen

Man stelle sich vor, ein Ingenieur entwirft ein System zur Beseitigung von Schmutz und Krankheitserregern. Er entwickelt es akribisch, füllt Lager mit Kanistern, schreibt Sicherheitsdatenblätter, definiert Einwirkzeiten, bestellt Schutzausrüstung, schult Personal. Das System funktioniert. Die Oberflächen glänzen.

Was der Ingenieur dabei nicht in seine Kalkulation aufnimmt: Das System vergiftet systematisch genau jene Personen, die es bedienen sollen.

Es ist ein Konstruktionsfehler, der auf keinem Reißbrett als solcher markiert wurde. Und er wurde jahrzehntelang als Betriebszustand akzeptiert.

Das stille Risiko im Putzwagen

In der deutschen Berufskrankheitenstatistik erscheinen Reinigungskräfte nicht als Risikogruppe der ersten Ordnung. Dabei haben Wissenschaftler der Universität Bergen in einer Langzeitstudie mit über 6.000 Teilnehmenden nachgewiesen, dass regelmäßiges Arbeiten mit Sprühreinigern die Lungenfunktion in einem Ausmaß schädigt, das mit dem Rauchen von 10 bis 20 Zigaretten täglich vergleichbar ist. EU-finanzierte Studien aus dem American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine belegen: Wer wöchentlich mit Reinigungssprays arbeitet, trägt ein um 30 bis 50 Prozent erhöhtes Risiko, Asthma zu entwickeln. Für professionelle Reinigungskräfte liegt das relative Erkrankungsrisiko für Asthma bei 1,5 – sie erkranken also anderthalbmal häufiger als andere Beschäftigte im gleichen Betrieb.

Das ist keine Warnung aus einer Randnotiz. Das ist Evidenz aus akkreditierten Fachmagazinen, bestätigt durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung.

Für Hoteliers, Küchenleiter und Pflegedienstleitungen ergibt sich daraus eine betriebswirtschaftliche Konsequenz, die sich präzise berechnen lässt: Krankenstände kosten. Fluktuation kostet mehr. Arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen über versäumten Gesundheitsschutz kosten am meisten – und sie kommen mit einer Verzögerung, die Ursache und Wirkung kaum noch sichtbar macht. Trockendampf löst dieses Problem mit einer geradezu beschämenden Einfachheit: Er enthält keine flüchtigen organischen Verbindungen, keine Aerosole, keine Duftstoffe. Er ist Wasser. Erhitzt.

Die Physik der Grenzüberschreitung

Hier beginnt das, was man als technologische Eleganz bezeichnen könnte – oder als das endlich konsequente Ausdenken eines naheliegenden Gedankens.

Microtrockendampf entsteht, wenn Wasser auf 170 Grad Celsius erhitzt und unter einem Druck von bis zu 9 Bar entspannt wird. Was dabei austritt, ist kein feuchter Nebel, sondern ein nahezu wasserfreies Gas. Es besitzt keine Oberflächenspannung mehr. Es dringt in Materialstrukturen ein, wo Sprühreiniger aufgehalten werden: Textilporen, Silikondichtungen, Armaturengelenke, Fugen, Scharniere. Es überträgt Wärme direkt auf Zelloberflächen – und Keime, die keine Schutzmechanismen gegen thermische Denaturierung ihrer Proteine entwickeln konnten, sterben.

Akkreditierte Labore haben dies unter kontrollierten Bedingungen gemessen. Das Ergebnis: Keimreduktionen von bis zu 99,999 Prozent – Logstufe 5 und darüber. Der Dampfreiniger DIAVOLO ECOLOGIC SYSTEM beispielsweise erreichte nach zwei Wischprozessen eine Virustitersenkung von ≥ 99,999 Prozent. Kärcher hat seine professionellen Systeme in unabhängigen Labors testen lassen: 99,999 Prozent Reduktion behüllter Viren wie Influenza und Coronaviren, ohne einen Milliliter Desinfektionsmittel.

Was für Küchenbetreiber bedeutsam ist: Es entstehen keine chemischen Rückstände. Was für Hotels zählt: Matratzen, Polster und Textilien werden von innen desinfiziert. Was in der Pflege entscheidet: Möbel, Geländer und Türgriffe werden rückstandsfrei und ohne Inkompatibilitätsrisiken zwischen verschiedenen Wirkstoffen behandelt.

Das Zertifikat als Marktfaktor

An diesem Punkt wechselt die Erzählung ihren Aggregatzustand. Was bislang wie ein technisches oder medizinisches Argument klang, wird zum ökonomischen.

GreenSign, EU Ecolabel, Green Key – diese Labels sind keine Ehrenschilder für Gutmütigkeit. Sie sind zunehmend Buchungsvoraussetzung: bei internationalen Firmenkunden, auf Plattformen, die Nachhaltigkeitsfilter ausweisen, in Ausschreibungen öffentlicher Träger. Das Umweltbundesamt hat 2024 eine umfangreiche Studie zur Bewertung von Hotelnachhaltigkeitslabeln veröffentlicht, die genau diesen Trend belegt: Der Markt verlangt überprüfbare, vor Ort kontrollierte Nachweise.

Green Key verpflichtet seine zertifizierten Einrichtungen explizit zur Überwachung von Umweltschadstoffen, darunter chemische Reinigungsmittel. Das EU Ecolabel für Gebäudereinigungsdienste schreibt in obligatorischen Kriterien den Einsatz von Produkten mit geringen Umweltauswirkungen vor und prüft gefährliche Inhaltsstoffe unabhängig von deren Konzentration. Wer chemiefreie Reinigung dokumentiert und auditierbar belegt, erfüllt mehrere dieser Anforderungen gleichzeitig – nicht als Begleiterscheinung, sondern strukturell.

Für das Österreichische Seehotel Wiesler, das Salzburger Hotel Pitter und andere Pionierbetriebe war dieser Schritt vor allem eines: eine Entscheidung gegen Komplexität. Keine Gefahrstofflagerung, keine mehrstufigen Dosierprotokolle, kein Abgleich von Wirkstoffkompatibilitäten, keine Fragen mehr über chemische Rückstände auf Kinderbettwäsche oder in Seniorenpflegeeinrichtungen.​

Was das System eigentlich bereinigt

Es wäre zu einfach, Trockendampf als bloßen Ersatz für Reinigungsmittel zu betrachten. Er ist etwas Grundlegenderes: eine Revision der Annahmen, auf denen das bestehende System gebaut wurde.

Die Annahme lautete: Chemie reinigt. Mehr Chemie reinigt gründlicher. Andere Chemie löst neue Probleme. Diese Annahme hat Märkte aufgebaut, Lieferketten organisiert, Einkaufsabteilungen beschäftigt und Housekeeping-Teams eingeatmet.

Die Datenlage legt eine andere Schlussfolgerung nahe: Das sauberste System ist das, das keine toxischen Nebenprodukte erzeugt – weder in der Raumluft, noch im Abwasser, noch im Körper der Menschen, die es täglich bedienen. Physik erreicht dort eine Logstufe 5, wo Chemie einwirken, spülen und entsorgen muss.

Das ist kein Widerspruch zur Wissenschaft. Es ist die Konsequenz aus ihr.

Und am Ende ist es die Entscheidung, die ein Hotelier, ein Küchenleiter, eine Pflegedienstleitung trifft – nicht nachts im Halbschlaf, sondern bei Tageslicht, mit Zahlen auf dem Tisch und dem Wissen, dass manche Betriebszustände nicht optimiert, sondern abgestellt werden müssen.

Die Wahl der richtigen Reinigungssystems ist eine Investition in die Zufriedenheit der Gäste und die Gesundheit der Belegschaft, eine Investition in positive Bewertungen und langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Hantermann – Der Hotelausstatter begleitet Sie mit umfassender Expertise auf diesem Weg. Ob Sie die Reinigung Ihrer Küche neugestalten, oder nach einem Hygienekonzept für Ihr Hotel, Ihre Hotelkette oder eine Pflegeeinrichtung suchen – profitieren Sie von der Erfahrung eines der bekanntesten Partner der Branche.

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